Wann steigen die institutionellen Anleger ein?

Heute beschäftigen wir uns mit den Institutionellen Anlegern. Sie werden auch Institutionals oder Large Speculators genannt. Institutionelle Anleger verwalten Millionen von Euro für ihre Kunden. Manche sind so groß, dass sie bis zu 6 Monate brauchen, um aus dem Markt auszusteigen. Bei solchen institutionellen Anlgern sprechen wir nicht mehr von Millionen sondern von Milliarden. Sie gehören zu den großen Spekulanten, die sich sehr häufig absichern in dem sie aktives hedging betreiben.

Wenn diese Anlerger in den Markt drängen, dann bleibt das nicht unentdeckt. Denn es gibt einige Möglichkeiten, um herauszufinden, wann und wer zu welcher Zeit eingestiegen ist.

Möglichkeit 1:

Jeder Institutioneller Anleger muss jedem Kauf oder Verkauf der Commodity Future Trading Commission (CFTC) bis spätestens auf den darauffolgenden Dienstag mitteilen. Die CFTC sammelt alle Daten von allen Institutionellen Anlegern, überprüft sie und veröffentlich sie dann anhand des COT- Report für das breite Publikum.

Möglichkeit 2:

Finazplattformen wie zum Beispiel Gurufocus haben sich spezialisiert auf Insider Trading. Jedoch ist für Seiten wie diese ein Abo zu machen, wenn Du mehr und genauere Daten benötigst. Das hat natürlich auch seinen Preis. Gerade für Anleger, die noch ein kleines Konto haben, ist diese Möglichkeit eher nicht zu empfehlen. Da die Spesen womöglich höher sind, als der daraus zu gewinnende Betrag.

Trotzdem kann ich diese Seite sehr empfehlen, den Du bekommst auch so guten Content und wichtige Informationen, die Deine Entscheidung sicherlich erleichtern.

Möglichkeit 3:

Du könntest Dir auch das Volumen von Indexoptionen etwas genauer anschauen. Dieses Volumen wird den Large Spekulators zugerordnet. Wenn das Volumen für Call-Optionen 75% bis 80% ausmacht, dann ist vollkommen klar, dass die Institutionellen Anleger gerade dabei sind in den Markt einzusteigen. Du kann die Daten unter dem Put / Call Ratio abrufen. Einziger nachteil. Die Daten beziehen sich immer auf dem Tag davor und Du bekommst lediglich einen Einblick auf dem Gesamtmarkt.

Möglichkeit 4:

Diese Möglichkeit nutze auch ich sehr gerne. Du erfährst zwar nicht wer gekauft hat und im Grunde ist das ja egal. Aber Du kannst am selben Tag noch einsteigen und den Schub nach oben mitnehmen. Damit meine ich, dass das enorme Volumen der Institutionelle Anleger dafür sorgt, dass Deine Aktien raketenmäßig nach oben Katapuliert werden.

Schauen wir uns nun eine Chart von Microvison an:

Microvision Chart
Microvision Chart

Das ist der Chart von Microvision. Er zeigt die Dauer von knapp 2 Monaten. Das Durchschnittsvolumen beträgt um die 500.000. In letzter Zeit hatte Microvision oft nicht einmal ein Volumen von 100.000. Teilweise ist das Volumen auch auf 30.000 geschrumpft. Wie Du auf diesem Chart gut erkennen kannst ist das Volumen heute auf 42 Millionen angestiegen.

Die Regel besagt, dass immer dann Institutionelle Anleger in den Markt drängen, wenn das Volumen um das 10 Fache des Durchschnittsvolumen steigt. Die höchsten Balken in der Mitte des Charts bringen es durchschnittlich auf ca. 2 Millionen Volumen und nicht mehr.

Zur Frage: Wann steigen die Institutionellen Anlger ein?

Einige sind definitiv heute eingestiegen. Ich bin der Meinung, dass in nächster Zeit immer mehr in den Markt drängen. Denn der Greed und Fear Index is zuletzt immer mehr zurückgegangen. Am Tiefpunkt lager er auf 3% Punkten. Mittlerweile ist die Angst soweit gesunken, dass er wieder 25% Punkte erreicht hat. Bei 50% Punkten besteht keine Angst mehr. Auch die Terminstrukturkurve und die Prozentpunkte des Vix zeigen eine sinkende Tendenz der Angst.

Ein interessantes Phänomen können wir zur Zeit an der Börse beobachten. Owohl die Märkte weiter nach unten gehen fällt die Volatilität des VIX und die Punkte des Fear and Greed Index steigen auf Neutral. Das heiß, dass immer weniger Angst im Markt sich befindet und immer mehr Institutionelle Anleger sich durch das Hintertürchen in den Markt drängen.

Meiner Meinung nach ist der Boden bereits erreicht. Dennoch kann es kurzfristig tatsächlich nochmals um 20% nach unten gehen. Wer jetzt in den Markt will, der sollte es auch tun und nicht Angst haben. Dennoch sollte dieser Einstieg mit Vorsicht begegnet werden. Denn sollten die Märkte weiter nach unten gehen, dann brauchst Du auf alle Fälle liquide Mittel, um nachzukaufen und den Markt weiter nach unten zu drücken.

Zuletzt noch ein Hinweis auf die Gefahr, die an der Börse lauert.

Jeder ist für sich und seinen Entscheidungen selbst Verantwortlich. Das Investieren kann zu erheblichen Verlusten führen. Die in diesem Beitrag beschriebenen Grundsätze spiegeln nur meine persönliche Meinung wieder!

Ich wünsche euch noch viel Erfolg für die kommende Zeit und dass ihr den richtigen Zeitpunkt findet.

Wenn euch mein Beitrag gefallen hat, dann schreibt mir bitte einen Kommentar.