Der Crash 2020

Crash 2020 – die Fortsetzung

Der Crash 2020 – die Fortsetztung, ist ein erweiterter Beitrag zum Crash 2020.

Der Crash 2020 ist sicherlich mit Abstand der schlimmsten Crash gewesen, seit dem Crash 1929. Wie stark sich die Auswirkungen des Crashs und die daraus resultierende Rezession entwickeln wird, kann in den nächsten 2 Jahre – glaube ich – keiner so richtig abschätzen.

Viele Menschen denken immer noch darüber nach oder hatten bereits ähnliche Gedanken:

Was passiert jetzt gerade? Müssen wir Angst um unseren Job haben? Müssen wir Angst um unser Leben haben, kommt es zu einem Krieg? Werde ich Morgen noch Gesund sein oder Leben? Wie lange habe ich noch zu essen? Ist mein Vermögen gesichert. Habe ich noch genügen Liquide Mittel und wenn ich schnell Geld brauche, wo bekomme ich es her?

All dieser Fragen sind in Zeiten des Crash durchaus berechtigt und sollten nicht vernachlässigt werden.

Aus sicht der Wirtschaftskrise glaube ich kann ich für die Menschen da drausen nicht viel tun. Aber aus sicht eines Unternehmers und Investor kann ich mit allen Anlergern kommunizieren und ihnen meine Meinung über die Zukunft mitteilen. Es kann natürlich auch ganz anders kommen, als ich es mit jetzt gerade vorgestellt habe. Aber die Wahrscheinlichkeit spricht im Moment dagegen.

Analysieren wir nun kurz die Ist Situation:

Der Dow Jones hatte seine Höhepunkt am 12. Februar mit 29.601 Punkten und der Crash 2020 begann am 21. Februar und erreichte seinen Tiefpunkt bei 18.333 Punkten. Der Abwärtstrend dauert ein ganzes Monat. In dieser Zeitspanne verlor der Dow fast 40% seines Wertes. Die Angst war extrem. Dennoch hat sich der Dow Jones schnell wieder erholt und ist mitlerweile um 30% gestiegen.

Viele Anleger fragen sich jetzt:

Was soll ich tun? Soll ich jetzt einsteigen oder noch abwarten? Sollte ich überhaupt einsteigen oder verbrenne ich mir die Finger. Soll ich mein Geld ganz abziehen und in Sicherheit bringen oder in Gold investieren? Kann man den Staat noch vertrauen? Sollte ich in Anleihen mein Geld parken oder noch besser in Bitcoins?

Als Anleger sind diese Fragen das Pendant zur Wirtschaftskrise der Menschen und sind genauso wichtig, wie die Vorher beschriebenen Fragen.

Anwort:

Psyche:

Wenn Du weißt was Du tust, dann solltest Du einsteigen. Steige ein, wenn Du Dir sicher bist oder lass es sein. Nur der sicher ist und schnelle Entscheidungen trifft wird als Sieger hervor gehen. Du musst rational denken und darfst Dich nicht von Gefühlen und Unsicherheiten leiten lassen.

Gold:

Es ist keine schlechte Idee einen Teil in physisches Gold zu stecken. Solange Du es nicht als Investition betrachtest und nicht mehr als 25% Deines Vermögens investierst. Denn Gold ist in erster Linie ein Aufbewahrungsmittel, um sich vor Wertverlust zu schützen und sich abzusichern und weniger eine langfristige Investition. Dennoch kannst Du gerade jetzt und kurzfristig eine gute Rendite erwirtschaften.

Bitcoin:

Warum nicht? Einen kleinen Teil kannst Du immer in digitale Währungen investieren. Auch wenn das Risiko viel höher ist, als mit allen Small Caps. Ein guter Wert liegt bei ca. 5% Deines Vermögens. Der Grund liegt darin, dass wir keinen Maßstab haben um den Wert zu ermitteln. Daher ist die Investition spekulativ und sollte beachtet werden.

Staatsanleihen:

Für Anleger, die kein Risiko eingehen wollen und dennoch eine Rendite für ihr Geld bekommen möchten, sind Staatsanleihen nach wie vor interessant. Dennoch werden sie immer uninteressanter. Da am Ende aller Spesen, Steuern und Inflation keine Rendite übrig bleibt.

Warum glaube ich, dass der Boden erreicht ist?

Seit drei Wochen können wir beobachten, dass der Dow Jones stetig an Wert zunimmt. Gleichzeitig geht der VIX bzw. der Volatilitätsindex des S&P 500 stetig zurück. Der Vix hatte seinen Höhepunkt bei 93% Punkte und ist mittlerweile auf 37% Punkte zurückgegangen. Interessanterweise hatte der VIX seinen Höhepunkt bereits am 16. März, während der Dow seinen Tiefpunkt erst am 23. März hatte. Das zeigt uns, dass der VIX als Frühindikator, bereits die erste Wende eingeleitet hatte.

Bedenke, dass der Durschnittswert des VIX bei ca 13% Punkte liegt und die reine Angst im Markt misst. Je mehr Angst im Markt ist, desto höher steigt der VIX und desto tiefer fallen die Indizes und damit auch die meisten Aktien. Wenn Anleger unsicher sind, dann steigt die Nachfrage nach Put-Optionen und damit auch die Volatilität.

Vor dem Crash 2020 stand der Fear and Greed Index auf 98% Punkte und ist im Laufe des Crash auf 3% Punkte zurückgegangen. Bedenke, dass 0% das Tiefste ist, was er Index fallen kann. Das heißt mehr Panik, mehr Angst geht nicht. Sozusagen 100%.

In den letzten 3 Wochen hatte sich der Fear and Greed Index vom Crash 2020 wieder erholt und lag zuletzt bei 42% Punkte. Das ist bereits ein sehr guter Wert. Denn es fehlen nur mehr 8% Punkte, um auf den Wert 50 zu kommen. Sobald der Fear and Greed Index diesen Wert erreicht, haben wir einen ausgeglichenen Markt. Ab diesen Moment herrscht weder Angst noch Gier und Angebot und Nachfrage sind gleichen sich aus.

Was denke ich?

Aus dieser Analyse entnehme ich, dass der Boden am 23. März erreicht wurde, dass die Märkte stetig steigen, dass die Angst Tag für Tag zurückgeht und dass wir nicht mehr dieselbe Angst in den Märkten verspüren, wie noch vor einen Monat. Dass mitlerweile die Vorschriften wieder gelockert werden und solangsam wieder Leben in den Städten kommt.

Daher habe ich mich bereits Anfang März dazu entschlossen meine Investitionen zu tätigen und bin somit gut investiert. Ich denke, dass jetzt immer noch eine sehr gute Zeit ist, um einzusteigen und an zukünftigen Kursgewinnen mitzuverdienen. Die Gewinner dieser Krise werden nicht jene sein, die Angst haben oder zu lange abwarten. Sondern jene, die gelernt haben, schnelle Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie mal falsch liegen und damit die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen.

Sicherlich kann es nochmals 20% oder sogar mehr nach unten gehen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Stellen wir uns jedoch vor, dass genau das in den nächsten 20 Tagen passieren wird. Hätte ich damit ein Problem? Nur, wenn ich alles investiert hätte. Da ich aber immer in Tranchen kaufe, bin ich auf der sicheren Seite und kann dadurch jederzeit in den fallenden Kursen nachkaufen.

Damit ich sicher bin, dass es die Unternehmen nach der Krise noch gibt, ist mein oberstes Gebot die Liquidität, die Eigenkapitalrentabilität, sowie das Verhältnis zwischen Nettogewinn und langfristiger Verschuldung. Wenn diese 3 Kennzahlen gut sind, dann überlebt das Unternehmen auch dann, wenn die Krise 2 Jahre dauern würde. Benke, dass die Krise 2008 fast 2 Jahre gedauert hat. Wer weis wie lange diese dauern wird.

Schau Dir auch meinen Beitrag über den Crash 2020 an. Damit Du noch weiteren Inhalt erhälst.

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